Schornsteinfeger reinigt Kamin

Schornstein bauen mit System

Bevor man einen Schornstein baut, sollte man sich genau über seine Funktionen informieren. Bei der Beheizung eines Hauses entstehen Abgase durch das Verbrennen von festen, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen. Diese Abgase müssen sicher nach außen geführt werden. Umgekehrt kann beispielsweise durch einen Ringspalt bei einem LAS System gleichzeitig Luft für die Verbrennung angesogen werden. Diese Doppelfunktion übernimmt ein Schornstein. Dafür muss er allerdings optimal dimensioniert sein. Denn ist zum Beispiel der Zug zu gering, brennt das Feuer nicht richtig, ist er dagegen zu stark, wird der Brennstoff schneller verbraucht. Sie müssen daher in jedem Fall mit Ihrem zuständigen Schornsteinfeger sprechen, um die richtige Größe und Position zum Bau des Schornsteins zu ermitteln. Mit den notwendigen Informationen ausgestattet, können Sie dann einiges Geld sparen, wenn Sie die Montage tatsächlich selbst durchführen. Mit vielen Systemmodellen können Bauherren in Eigenregie den Schornstein bauen. Voraussetzung ist lediglich ein wenig Geschick, um die Arbeit gut und effektiv auszuführen.

Unkompliziert Schornstein bauen mit unterschiedlichen Schornsteinsystemen

Für den Bau eines Schornsteins stehen Ihnen verschiedene Schornsteinsysteme zur Verfügung: massiv gemauerte, einschalige und dreischalige Schornsteine mit Innenrohr, doppelwandige Edelstahlschornsteine oder Leichtbauschornsteine. Massive Schornsteine gehen aus der klassischen Bauweise hervor. Diese ist noch immer weit verbreitet, wird heute allerdings aufgrund besserer Alternativen seltener genutzt.

Dreischalige Schornsteine bieten im Vergleich einige Vorteile: Der Schornstein wird außen mit einen Mantelstein ummauert, wodurch er auch auf hohen Dächern sehr stabil wird. Unter dem Mantelstein befindet sich eine Wärmedämmung, die einerseits den Wärmeverlust vermindert und andererseits einen gleichmäßigen Zug. Im Kern befindet sich ein Edelstahlrohr, das einen guten Abzug gewährleistet. Dies macht derartige Schornsteine auch interessant für den Außenanbau.

Der Edelstahlschornstein wiederum ist für nahezu alle gebräuchlichen Heizstoffe wie Gas, Öl, Holz, Pellets und Kohle und sowohl für innen als auch für außen geeignet. Es gibt zwei klassische Bauweisen: Das einwandige Edelstahlrohr und das doppelwandige. Erstere Variante eignet sich vor allem für den Inneneinbau im Schacht. Wird ein gemauerter Schornstein saniert, kann das einwandige Edelstahlrohr innen eingesetzt werden, um eine Schachtsanierung kosten- und zeitsparend umzusetzen. Das doppelwandige Rohr wird vor allem für den Außenanbau genutzt. Es besitzt eine gute Wärmedämmung, die einen nachträglichen Anbau an der Fassade vereinfacht. Ein Edelstahlschornstein bietet aber noch weitere Vorteile: Er besitzt eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit, wodurch die gewünschte Temperatur schnell erreicht wird. Dies unterstützt auch die Lebensdauer eines Edelstahlschornsteins. Bei korrekter Installation und etwas Pflege überdauert er problemlos mehrere Jahrzehnte.

Im Innern der Leichtbauschornsteine verläuft ein einwandiger Edelstahlschornstein, der für alle Festbrennstoffe sowie Öl und Gas geeignet ist. Der Leichtbauschornstein kann sowohl innen als auch außerhalb des Hauses angebracht werden. Dank seines geringen Gewichts ist sogar eine waagerechte Montage möglich. Durch seinen ebenfalls niedrigen Platzbedarf ist der Leichtbauschornstein eine sehr flexible und praktikable Alternative, die in der Planung viele Vorteile bringt.

Für welches System entscheiden Sie sich beim Schornstein bauen?

Welches Schornsteinsystem für Sie geeignet ist, hängt von der Art des Vorhabens ab. Möchten Sie einen bestehenden Schornstein erneuern oder planen Sie einen Neubau? Soll der Schornstein innen liegen oder interessieren Sie sich für einen äußeren, geführten Schornstein. Eine große Rolle bei der Wahl des Schornsteins für Ihr Bauvorhaben spielt sicherlich auch die Kostenfrage. Hier gibt es deutliche Unterschiede, die die Entscheidung vereinfachen können.

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